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Die häufigsten Fehler beim Tapezieren

livingwalls TapetenDas Tapezieren gehört zu den Vorhaben, die oftmals unterschätzt werden. Mit der richtigen Technik und unter den passenden Voraussetzungen ist es zwar sehr viel einfacher, doch können speziell Anfänger noch immer viele Fehler machen. Daher ist es sinnvoll, sich zuvor eingehend darüber zu informieren, wie man eigentlich richtig tapeziert. Hierzu gehört nämlich weitaus mehr als ein wenig Kleister und die passende Tapete. Nachfolgend fassen wir daher für Sie zusammen, wie Sie Fehler vermeiden können und worauf Sie bei der Vorbereitung achten sollten.

Symbole auf der Tapete missachtet

Die häufigsten Fehler beim TapezierenWer sich eine Rolle Tapete genauer ansieht, wird dabei verschiedene Symbole auf der Verpackung finden. Diese sind jedoch für die optimale Verarbeitung sehr wichtig. Hier einmal eine Liste der Symbole, die auf einer Tapetenverpackung zu finden sind:

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  • Horizontal aufgerollte Linie mit oben aufliegender Bürste: Für diese Tapete wird empfohlen, sie vor dem Aufkleben direkt auf der Rückseite mit Kleister zu versehen.
  • Vertikale Linie mit seitlich angelegter Bürste: In diesem Fall wird eher empfohlen, die Wand zuerst mit Kleister zu bestreichen, ehe man die Tapete aufklebt.

Neben diesen Verarbeitungshinweisen gibt es weitere Symbole, die dem Tapezierenden dabei helfen sollen, die Tapete korrekt zuzuschneiden. Dies ist besonders zu beachten, wenn es sich um Mustertapeten handelt. Der sogenannte Ansatz sorgt dafür, dass das Muster am Ende auf der Wand richtig zu erkennen ist. Generell wird empfohlen, eine Zugabe zur Raumhöhe von fünf bis zehn Zentimetern einzubeziehen. Diese Kulanz sorgt in der Regel dafür, dass Fehler weitgehend vermieden werden.

Kommen wir nun zu den Symbolen, die in Bezug auf den Ansatz weitere Hinweise liefern:

  • Pfeil nach rechts/vertikale Linie/Kreis: Diese Tapete wird ansatzfrei geklebt. Das bedeutet, es muss kein besonderes Muster beim Schneiden beachtet werden.
  • Zwei Pfeile, die auf gleicher Höhe auf eine vertikale Linie in der Mitte hinweisen: Der Ansatz ist hierbei gerade. Das bedeutet, dass das Muster auf gleicher Höhe tapeziert wird. Um das Muster auf der Tapete zur Geltung zu bringen, wird diese nicht versetzt, sondern ganz normal angebracht.
  • Zwei Pfeile, die unten und oben auf einer in der Mitte liegende, vertikale Linie hinweisen: Der Ansatz ist bei dieser Tapete versetzt. Hier muss der sogenannte Rapport beachtet werden. In der Regel wird dieser in Form von Ziffern angegeben. Eine typische Angabe hierbei wäre 53/25. Die zweite Zahl zeigt dabei an, wie viele Zentimeter Versatz zur nächsten Bahn der Tapete erforderlich sind.
  • Zwei gegeneinander laufende Pfeile: Hierbei muss gestürzt geklebt werden. Das bedeutet, dass jede zweite Bahn um 180 Grad gedreht wird und somit auf dem Kopf an die Wand geklebt wird.
  • Ein nach oben zeigender Pfeil: Hiermit wird verdeutlicht, in welcher Richtung geklebt wird. Auf der Rückseite der Bahnen befindet sich hierzu ein Pfeil, der beim Ankleben in die Richtung der Zimmerdecke zeigen muss.

Tipp: Wer zum ersten Mal tapeziert, besorgt sich idealerweise eine Tapete, die völlig ohne Versatz arbeitet und demnach einfach nur korrekt verklebt werden muss. Denn gerade am Anfang gibt es genügend andere Dinge, die beim Tapezieren beachtet werden müssen. Steckt erst einmal eine gewisse Routine in der Arbeitsweise, sind Muster dagegen weniger ein Problem.

Ein Fehler, der auch häufig mit dem Versatz zusammenhängt, ist die falsche Berechnung der Menge, die zum Tapezieren benötigt wird. Pro Bahn rechnet man hierbei idealerweise ebenfalls fünf bis zehn Zentimeter hinzu. Generell wird sogar empfohlen, zwei bis drei Rollen Tapete mehr zu kaufen, um später etwaige Fehler auszubügeln oder Beschädigungen zu beseitigen.

Fehler bei der Vorbereitung

Gerade in Bezug auf die Vorbereitungen lassen sich viele Fehler vermeiden, die beim Tapezieren passieren können. Mit dazu zählt:

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Fehler Erklärung
Wand wurde nicht vorbereitet Damit eine neue Tapete gut haftet, sollte die Wand immer vorbereitet werden. Das bedeutet, die alte Tapete zu entfernen und etwaige Fehler im Untergrund auszugleichen. Unebenheiten und Risse zeichnen sich je nach Dicke der neuen Tapete sehr gut ab und sind somit immer ein optischer Makel. Der Untergrund sollte stets trocken, tragfähig und saugfähig sowie glatt sein. Natürlich hält die Tapete auch auf einer vollständig sauberen Wand sehr viel besser, als wenn diese verschmutzt ist.
Falsches Werkzeug eingekauft Viele arbeiten mit dem falschen Werkzeug, gerade beim ersten Mal. Zu einem ausgewogenen Satz an Handwerkszeug gehört ein Quast zum Einstreichen der Wand oder Tapete mit Kleister, eine Tapezierbürste zum Glattstreichen der Tapete und eine Gummiwalze, die letzte Blasen oder Unebenheiten ausbügelt. Zum Entfernen der alten Tapeten wird in der Regel ein Spachtel verwendet, dessen vorderes Ende sehr dünn angelegt ist. Natürlich sollte das verwendete Werkzeug sauber sein und ohne Schäden.
Zu wenig Platz vorhanden Um fachgerecht zu arbeiten, sollte der Raum in dem tapeziert wird, möglichst leer sein. Nur so ist es möglich, sich frei zu bewegen, die Tapeten richtig zu transportieren und sie richtig vorzubereiten, bevor man sie an die Wand klebt.
Lichtschalter und Steckdosen Zur Vorbereitung gehört auch, die besagten Teile von der Wand zu entfernen. Beim Tapezieren können sie ein Hindernis darstellen. Wer sie dagegen abmontiert, kann die Aussparungen auch noch dann vornehmen, wenn die Tapete bereits an der Wand klebt. Außerdem ist es optisch meist hübscher, wenn die Tapete vollständig unter den Blenden verschwindet.

Tipp: Bei alldem ist es empfehlenswert, an einem Tag zu tapezieren, an dem auch die nötige Zeit vorhanden ist. Die meisten setzen dieses Vorhaben daher an einem regnerischen Tag um oder nehmen hierfür Urlaub. Denn unter Zeitdruck sind Fehler praktisch vorprogrammiert.

Die Vor- und Nachteile der korrekten Vorbereitungen

Insbesondere bei den Vorbereitungen kommt es immer wieder zu Fehlern. Doch diese lassen sich, wie oben beschrieben, relativ gut vermeiden. Wer die richtigen Vorbereitungen trifft, hat die folgenden Vor- und Nachteile:

  • Die Arbeiten gehen später etwas besser von der Hand.
  • Die notwendigen Werkzeuge sind immer griffbereit und müssen nicht gesucht werden.
  • Ständige Unterbrechungen, weil etwas fehlt, werden vermieden.
  • Es muss auf vieles geachtet werden (zur Vermeidung am besten eine Checkliste abarbeiten).

Eine Frage des Kleisters

Damit die Tapete gut an der Wand hält, ist die Anschaffung des richtigen Kleisters essenziell. Da es so viele unterschiedliche Arten von Tapeten gibt, sind auch verschiedene Sorten Kleister im Handel erhältlich. Hierbei ist darauf zu achten, dass je schwerer die Tapete ausfällt, desto höher sollte die Klebekraft des Kleisters sein.

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Doch, dem nicht genug. Selbst wenn der richtige Kleister vorhanden ist, treten möglicherweise noch immer Fehler auf. Hierzu ein paar Tipps:

  • Um eine Tapete optimal einzukleistern, wird dies auf dem Tapeziertisch erledigt. Hierzu sollte die Rückseite der Tapete oben liegen und mittels ein paar Gegenständen an den jeweiligen Enden beschwert werden.
  • Beim Einkleistern ist es sinnvoll, dies mit dem Quast von innen nach außen vorzunehmen. Damit die Nähte später richtig an der Wand kleben, sollten die Ränder der Bahn auf keinen Fall mit zu wenig Kleister versehen werden.
  • Alternativ kann man auch die Wand einkleistern. Hierbei sollte der Kleister großzügig aufgetragen werden, denn ein Großteil wird von der Wand im Vorfeld aufgesogen. Wichtig: Man arbeitet sich hierbei Bahn für Bahn vor. Die Tapete sollte sich an der Wand noch bewegen lassen. Andernfalls haftet zu wenig Kleister auf der Wand.

Tipp: Wer sich das Einkleistern mittels Quast nicht zutraut oder befürchtet, immer zu wenig Kleister zu nutzen, kann eine Kleistermaschine verwenden. Diese trägt den Kleister gleichmäßig auf der Rückseite der Bahn auf, sodass sie nur noch verklebt werden muss.

Außerdem ist es empfehlenswert, nach dem Einkleistern der Tapete die Bahn für etwa fünf bis zehn Minuten einweichen zu lassen. So kann der Kleister durch die Tapete dringen und verbindet sich später besser mit der Wand.

Anfertigungsnummern beachten

Sowohl bei Mustertapeten, als auch normaler Raufaser sollte die Anfertigungsnummer beachtet werden. Diese ist auf der Verpackung abgedruckt und bezeichnet, aus welcher Charge die Rolle stammt. Es ist wichtig, dass bei den jeweils gekauften Rollen immer dieselbe Anfertigungsnummer gegeben ist. Nur auf diesem Weg lassen sich zum Beispiel Farb- oder Musterabweichungen vermeiden.

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Bahnen korrekt kleben

Wer zum ersten Mal tapeziert, klebt häufig auch die Bahnen schief. Um später eine optimale Optik zu gewährleisten, ist es jedoch umso wichtiger, die Bahnen gerade an der Wand anzubringen. Die erste Bahn hierbei ist die Wichtigste. Ist sie falsch geklebt, zieht sich der Fehler meist über die ganze Wand. Generell ist es daher empfehlenswert, mit einer Wasserwaage zu arbeiten. Anhand dieser kann man sich dann sehr gut vorarbeiten.

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Hierbei muss die Bahn nicht zwingend links oder rechts am Rand der Wand verklebt werden. Sie kann auch in der Mitte liegen, sodass man hinterher die restlichen Bahnen nach rechts und links gerade verklebt.

Nachsorge – Richtig Lüften und Heizen

Beim Trocknen der Tapeten ist es wichtig, dass ein korrektes Lüftungs- und Heizverhalten befolgt wird. Andernfalls kann es vorkommen, dass man am anderen Morgen in den besagten Raum kommt und sämtliche Tapetenbahnen auf dem Boden liegen oder sich stellenweise gelöst haben.

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Um dies zu vermeiden, wird die Zuführung von zu viel Zugluft oder übermäßige Heizwärme unterbunden. Die ideale Temperatur im Raum sollte zwischen 18 und 20 Grad Celsius liegen. Dann kann sich die Tapete optimal mit der Wand verbinden. Außerdem ist es empfehlenswert, nach getaner Arbeit die Tür des Raums zu schließen, damit die Temperatur in diesem gehalten wird und nicht zu sehr schwankt.

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